Navigation > Home / Archiv: Dezember 2008

Tschüss, 2008!

31. Dezember, 10:53 Uhr | 1 Kommentar | Veröffentlicht unter /me

Und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. In wenigen Stunden haben wir 2009, und alle können wieder ein paar Tage lang übers Datum stolpern… ;) Wir haben dann übrigens das internationale Jahr der Astronomie, hoffen wir also, dass zusammen mit dem Glühbirnen-Verbot auch was gegen die Lichtverschmutzung getan wird. Also dann, bis nächstes Jahr!

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iRock

30. Dezember, 20:07 Uhr | 0 Kommentare | Veröffentlicht unter /me, listening to

Yeah! Das selbstgemachte Weihnachtsgeschenk geht diesmal in die kreative Richtung: Nachdem ich vor einigen Jahren schon Akustikgitarre gespielt habe, kommt jetzt endlich die Fortsetzung… ab sofort kann ich unsere Nachbarn mit einer E-Gitarre quälen! :D

Hagstrom XL-5 DetailEs ist eine rundum satinschwarze Hagstrom XL-5 geworden, eine sehr feine Axt Gitarre für wildes Geschredder melodische Töne. Die Schwedin hat eine HSH-Bestückung, die beiden Humbucker sind auch noch per Schalter als Singecoils splitbar… ein Tremolo Vibrato Jammerhaken ist auch noch mit an Bord. Der Rest ist recht bodenständig – sechs Saiten, Korpus aus Linde, Hals aus Ahorn und so weiter, alles in einer stratähnlichen Form auf bequeme 3,7 Kilo verteilt. Gut ausbalanciert ist das Brett die Gitarre auch.

Jetzt würde ich wahnsinnig gerne gleich die ersten Soundbeispiele mit ins Blog stricken, aber: Ich muss mir erst mal wieder das Spielen beibringen! ;) Im Laden hab ich schon gemerkt, dass da nicht mehr all zu viel bei rumkommt, und zwischen elektrischer und akustischer Gitarre liegen zwar nicht unbedingt Welten, aber ein paar Schritte sind das schon… sobald ich wieder was kann, kommt das aber auf jeden Fall direkt ins Blog. :)

Hagstrom XL-5 Kopf Ich bin zwar aufnahmetechnisch nicht gut ausgestattet, der Mac steht auch noch aus (Garageband!), aber irgendwie krieg ich den Krach schon ins Netz. :D Apropos Krach, die Stromklampfe E-Gitarre hängt an einem Roland Micro Cube. Klein, niedlich, Modeling-Amp. (Mesa Boogie Rectifier, wheee! :D) Und laut genug ist der auch… die Nachbarn werden sich freuen, dass ich meine Kopfhörer problemlos anstöpseln kann, für so eine kleine Kiste kann das Teil nämlich ganz schön Krach machen.

Wer noch mehr Fotos sehen will, sollte übrigens einen Blick in meinen Flickr-Stream riskieren. Alles nur Schnappschüsse, aber zu mehr hab ich grad keine Lust Zeit. :D Für Klangbeispiele gibts natürlich YouTube, beim Importeur gibts auch noch ein schickes Video der XL-5 (ja, mit Ton…).

Also, up the irons let’s rock! :D

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Es ist wieder so weit

24. Dezember, 20:21 Uhr | 1 Kommentar | Veröffentlicht unter /me

Aus gegebenem Anlass: Frohe Festtage allerseits! ;)

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Papiergefecht

21. Dezember, 17:12 Uhr | 3 Kommentare | Veröffentlicht unter /me

Nach gefühlten 10 Jahren konnte ich mich dazu überwinden, endlich meine Papierwüste ein wenig auszumisten und zu sortieren… übrig blieb unter anderem ein Berg alte Rechnungen und viel mehr Ordnung. Zu den Highlights gehören:

  • Die älteste Rechnung war vom Mai 2001. (Metal Fatigue, PC-Spiel, 10 DM)
  • Der am weitesten entfernt ausgestellte Kassenzettel kam aus Köln. (Bohéme, CD)
  • Der schockierendste Preis war 439,90 für eine Radeon X800 Pro – heute (vier Jahre später) kriegt man Monster-Grafikkarten mit einem vielfachen der Leistung.

Außerdem habe ich mal wieder festgestellt, dass Thermodrucke doch nicht so haltbar sind, wie sie beworben werden: Ein Kassenzettel war fast komplett “leer”, einige sind stark ausgeblichen… nur die “Nadeldrucker”-Belege sahen noch aus, als ob sie gerade aus dem Drucker gekommen sind.

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BKA-Gesetz durchgewunken

19. Dezember, 22:08 Uhr | 4 Kommentare | Veröffentlicht unter news

Fast hätte ich es verdrängt vergessen: Unser Bundestag hat die Novelle des BKA-Gesetzes kommentarlos durchgewunken. Dadurch ändert sich so einiges…

Mit der Initiative erhält das BKA weitgehende neue Befugnisse unter dem Aufhänger der Terrorbekämpfung. Dazu zählen heimliche Online-Durchsuchungen, Rasterfahndungen, präventive Abhörmaßnahmen und die Abfrage von Verbindungsdaten. (Quelle)

Im Prinzip würde ich jetzt gerne noch ein paar sinnvolle Worte dazu schreiben, aber eigentlich weiß ich nicht so recht, was – meine Stimmung schwankt gerade zwischen “verständnislos” und “sprachlos”.

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Nicht schon wieder Weihnachten…

16. Dezember, 18:29 Uhr | 7 Kommentare | Veröffentlicht unter core dump

Nächste Woche ist es wieder mal so weit: Die übertriebene Kitschigkeit erreicht ihren Höhepunkt, kleine Kinder stürzen sich auf Geschenke wie WoW-Spieler aufs Loot und die Familie liegt sich entweder in den Haaren oder vollgefressen in der Ecke. Als Agnostiker habe ich mit der Geschichte ja ohnehin nicht all zu viel am Hut, aber wieso gibt es immer wieder Leute, die mir weismachen wollen, wie wichtig das “drumherum” doch sei?

Geschenke. Ja, suuuper. Ich will gar keine Geschenke bekommen. Und ich will auch keine Geschenke verschenken. Der “Geschenkezwang” geht mir sowieso generell auf die Nerven… dem ein oder anderen ist ja vielleicht bekannt, dass ich auch kein großer Fan von Geburtstagsfeiern bin. Wenn wir den Konsum mal außen vor lassen, was bleibt dann noch? Ach ja, Weihnachten ist das Fest der Besinnlichkeit und der Nächstenliebe. Klingt groß und gewichtig, ist es wahrscheinlich auch. Warum aber nur an Weihnachten und nicht an den restlichen Tagen des Jahres? Wollen die Menschen das nur auf die zweieinhalb Tage im Jahr beschränken?

Dann wäre da noch die Familie. Mag man, oder mag man nicht… alle auf einem Haufen ist ja eh immer so eine Sache. Onkel Otto kloppt sich mit Tante Hilde, die alten Leute jammern nur herum, die jungen Leute langweilen sich zu Tode. Zwanghaftes Beisammensein halt… was soll man da groß erwarten?

Der religiöse Gedanke! Siehe oben, ich bin sowieso Agnostiker, Thema abgehakt. Außerdem bekomme ich neben der Weihnachtsmesse nicht viel mit – da schleichen übrigens erstaunlich viele hin, die sonst nie einen Fuß in eine Kirche setzen. Sagte ich Kirche? Eigentlich ist das ja ein christliches Fest, was machen die ganzen Andersgläubigen? Für die ist es dann ja nur ein Familienfest… aber das ist doch irgendwie nicht ganz im Sinne eines Hochfestes? Wobei man ja auch noch sagen muss, dass nicht einmal allen Christen der Hintergrund der Weihnachtsgeschichte ganz klar ist…

Auf die ganze “Festdekoration” gehe ich lieber gar nicht erst ein, das fällt eher unter “Geschmackssache”. Wobei ich sicher nicht der einzige bin, der bunt blinkende, animierte Rentiere langsam nicht mehr sehen kann – oder?

Ich könnte das jetzt noch weiter ausführen, aber irgendwie finde ich nichts positives an dem ganzen Klimbim und Trara. Insofern werde ich mich wohl nur über meinen Urlaub freuen und mir in Hinsicht auf das friedliche Fest die zynischen Kommentare beim Verwandtschaftsbesuch verkneifen…

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25 Jahre informationelle Selbstbestimmung

15. Dezember, 20:13 Uhr | 4 Kommentare | Veröffentlicht unter news

In den 80ern des letzten Jahrhunderts sollte eine Volkszählung durchgeführt werden. Aus heutiger Sicht ist das nichts sonderlich spektakuläres: Da eine Totalerhebung stattfinden sollte, mussten entsprechend beauftragte Personen von Tür zu Tür spazieren und verschiedene Daten der Haushalte erfassen. Beispielsweise fanden sich auf den Erfassungsbögen Fragen zu Religion, Erwerbstätigkeit oder Schulabschluss. Ähnliche Fragen findet man heutzutage in jeder Marktforschungsumfrage.

Aber damals passierte etwas, womit der Staat nicht unbedingt gerechnet hat: Im Volk stellte sich deutlicher Widerstand ein, es wurde eine mangelnde Anonymität der Bögen gefürchtet, da die Daten ja zurückverfolgt werden könnten und dadurch ein “gläserner Bürger” geschaffen wird. Es wurden Verfassungsbeschwerden eingereicht und verschiedene Protestaktionen durchgeführt. Letztendlich entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Kritiker Recht bekommen und die Erhebung der Daten einen Eingriff in die Grundrechte der Bürger darstellt.

Damit wurde 1983 das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung in Beton gegossen. Einfach gesagt: Jeder hat selbst zu entscheiden, ob seine personenbezogenen Daten preisgegeben und verwendet werden. Interessant hierbei ist, dass für das Bundesverfassungsgericht keine belanglosen Daten existieren – schon damals wurde erkannt, dass mit der modernen Technik auch scheinbar unwichtige Details in Verknüpfung mit anderen Daten durchaus große Bedeutung bekommen können.

Und heute? Katastrophe, würde ich sagen. Die Gesetze gibt es nur noch auf dem Papier, wir werden überall erfasst und kontrolliert – oft genug auch ohne unser Wissen. Solche “Kleinigkeiten” wie die Vorratsdatenspeicherung untergraben genau das Recht, für das man damals auf den Barrikaden stand. Die Unternehmen gehen achtlos mit unseren privaten Daten um (ich erspare euch eine Aufzählung der jüngsten Skandale). Das Bundesverfassungsgericht musste schon mehrere klar verfassungswidrige Gesetze aufheben, die gegen unsere Rechte verstoßen haben. Bis heute wurde die informationelle Selbstbestimmung immer weiter ausgehöhlt und untergraben, statt unsere Rechte zu stärken – und die Politiker forden immer mehr Schritte in die falsche Richtung.

Ich glaube, ich hab doch noch etwas für meinen Weihnachts-Wunschzettel gefunden: Mehr Anonymität.

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Technik, die überfordert.

2. Dezember, 19:01 Uhr | 5 Kommentare | Veröffentlicht unter /me

Die größte Stärke des iPhone dürfte seine supergeniale und vor allem intuitive Bedienbarkeit sein: Ich tippe ein Symbol an, es passiert irgendwas. Ich “schiebe” eine Liste, sie bewegt sich. Heute gab es bei stern.de und Spiegel Online gleich zwei Artikel zu dem Thema Usability, beide mit dem Tenor, dass die heutige Technik einfach viel zu umständlich zu bedienen ist.

Das aufgeführte Beispiel mit der Mikrowelle passt perfekt: Zwei popelige Drehknöpfe reichen völlig aus, man braucht kein völlig überfrachtetes Tastenfeld mit Display und pipapo. In der Realität wollen die Hersteller aber lieber möglichst viele Funktionen irgendwo reinstopfen, egal, ob diese tatsächlich genutzt werden oder nicht: Ein Gerät mit 50 Funktionen verkauft sich halt besser als eins mit nur 5 davon. Gerade weniger technikaffine Menschen kommen da ins Schleudern – und jetzt wechseln wir mal von so etwas einfachem wie einer Mikrowelle zu einem etwas komplexeren Computerprogramm, wo dem armen Benutzer auch noch seltsame Fachbegriffe um die Ohren gehauen werden.

Ich denke, Usability (LEO spuckt mir dafür übrigens das schöne Wort “Gebrauchstauglichkeit” aus) sollte bei den Herstellern viel größer geschrieben werden und ist ein oft unterschätztes Verkaufsargument. Was nützt mir der Berg an unnützen Funktionen, wenn ich an der Bedienung scheitere?

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