3. Juni, 21:15 Uhr | |
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Irgendetwas in meinem Gehirn muss kaputt sein. Seit etlichen Jahren bin ich treuer PC-Nutzer, habe immer mit Windows gearbeitet und zwischendurch mit Linux herumgespielt gearbeitet. Da waren Poweruser-Zeiten dabei, wo ich jedes Bit meines OS umgebogen (und andauernd das System geschrottet) habe, teilweise Powergamer-Zeiten, gelegentlich waren mehr als zwei Rechner an meinem Schreibtisch und mit der Hardware habe ich auch Spaß gehabt: Vor fünf Jahren hatte ich ein passives Netzteil und ‘ne High-End-Wasserkühlung verbaut, natürlich auch mit Eigenbau-Lüftersteuerung.
Und heute? Ich hab hier ein tolles, völlig unverbasteltes Notebook mit XP, die Linux-Partition in der VM habe ich vergessen seit Wochen nicht mehr angepackt und zum Spielen benutze ich eigentlich fast nur noch meine PSP. Von einem zweiten Rechner keine Spur, immerhin habe ich einen Zweitmonitor, der für Videos unregelmäßig zum Einsatz kommt. An meinem Betriebssystem ist auch nur sehr wenig herumgebastelt, primär halt etwas Tuning mit XP AntiSpy, TweakUI und einigen händischen Sachen.
Es kommt aber noch besser: Ich will einen Mac. Warum? Vista ist doof, Windows 7 lässt noch lange auf sich warten (ich kauf das sicher nicht am Releasetag!) und mit XP war ich nie rundum glücklich. Wenn ich mir die Bedienung mit OS X angucke, denke ich nur dauernd “ey, genial gelöst” – alles ist konsistent, die Bedienung geht auf Anhieb leicht von der Hand und es gibt überall diese kleinen, genialen Features wie Spotlight. Apple lässt mich da einfach gemütlich meinen Kram machen und präsentiert mir die wichtigsten Sachen, wo ich bei Windows immer gleich von zehn Dialogen und fünfzig Optionen erschlagen werde, von denen ich dann eh alle auf “Standard” lasse… ich hab ganz einfach keine Lust mehr, mich andauernd mit dem ganzen OS-spezifischen Mist herumzuschlagen.
Ganz nebenbei sehen Hard- und Software natürlich geil aus. Ein bisschen Minimalismus, ein bisschen Glanz dazu und voila, fertig ist ein Design nach meinem Geschmack. Auch unter der Haube hat OS X nicht nur meiner Meinung nach das bessere und modernere Konzept, Windows schleppt (zwangsweise) einfach zu viele Altlasten mit sich herum. Apple gibt sich mit seinen tollen Werbekampagnen nicht nur einen gewissen Anstrich, sondern hält das auch in der Realität ein.
Natürlich ist die Apple-Welt etwas abgeschottet… sagt hallo zu iTunes und QuickTime. Lustigerweise finde ich beide Varianten schon unter Windows gleich gut oder sogar besser als die Konkurrenz… AAC ist technisch besser als MP3, und H.264 gibts auch seit QuickTime 7. Der Punkt ist aber: Es funktioniert, und es funktioniert gut. Ich hab lieber eine tolle proprietäre Lösung als eine mühsam zusammengefrickelte, halbgare Lösung… wer auf Gefrickel steht, darf sich gerne mit Open Source vergnügen, da habe ich sogar vollstes Verständnis für. Bei mir hat sich die Einstellung zum Frickeln mit der Zeit aber geändert. ;)
Ansonsten kann ich mit dem Mac prinzipiell alles machen, was ich auch jetzt unter XP mache. Nur: Schöner, hübscher, mit mehr Spaß und wahrscheinlich intuitiver und flüssiger. Falls es sein muss, gibt es ja immer noch BootCamp und Parallels…
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