18. März, 22:50 Uhr | |
Veröffentlicht unter computer
Es wird Zeit für das seit Tagen aufgeschobene Update! Grund für die Blogflaute in den letzten Tagen war eine neue Festplatte für Alita (mein Laptop): Die 100 GB Hitachi-Scheibe wurde durch eine nagelneue Seagate Momentus 5400.4 mit 250 GB ausgetauscht. Nun habe ich die doppelte Geschwindigkeit (laut Benchmarks auf meinem System), wesentlich mehr Speicherplatz und ganz nebenbei ist die Platte sogar noch einen Tick leiser.
Die Theorie sah nun ganz einfach aus: Platte rein, die tolle Recovery-DVD von IBM Lenovo reinwerfen, abwarten, Platte partitionieren, Linux drauf, fertig. Haha! Theorie und Praxis lagen mal wieder himmelweit auseinander. Ich erspar euch die meisten Details, aber so viel sei gesagt: Mit GParted kann man sich hervorragend die Partitionstabelle zerballern (alle Reparaturversuche sind gescheitert), Pseudo-Triple-Boot mit Windows/Linux/Rescuepartition ist viel einfacher als gedacht, diverse Boot-CDs sind extrem nützlich und vor allem braucht man immer erheblich länger als gedacht.
Knoppix hat mich dabei übrigens in den Wahnsinn getrieben: Trotz korrekter Erkennung von Grafikkarte und Display meines T60 wird konsequent 640×480 eingestellt und (ohne Frickelei) auch nichts anderes angeboten. In der Auflösung kann man mit einem eigentlich knuffig kleinen Shell-Fenster locker im Vollbild arbeiten! WLAN war auch nicht drin, das hab ich dafür mit BackTrack sofort online bekommen (das hat auch sofort volle 1400×1050 eingestellt). Da klemmten dann aber wieder andere Tools, grmpf…
Übrigens auch sehr gut zu wissen: Wenn man dann sein gewünschtes Debian irgendwie ans Laufen bekommen hat, versucht bloß nicht, eine Ethernet-Karte ohne eingestecktes Kabel zu konfigurieren. Ihr werdet euch alle Haare ausreißen, weil das verdammte Interface nicht hochzubringen ist… irgendwann hab ich mal resigniert einfach so das Kabel eingestöpselt, und zack, ging alles. Argh! :D
Der Spaß geht dann weiter, wenn man nun endlich sein Windows zurechtgeklöppelt hat und TrueCrypt für eine Vollverschlüsselung des gesamten Systems einsetzen möchte. Das klappt nämlich nur mit primären Partitionen – schön, dass ich das nach etlichen Stunden mühseliger Partitioniererei und Installationsroutinen-Durchklicken jetzt schon sehe! Also wieder alles umwürfeln und herumdoktoren und sonst was. Schließlich kann man ja nur maximal vier primäre Partitionen pro Festplatte anlegen… ich hatte insgesamt sechs vorgesehen.
Genau so lange kann man sich mit Access Connections beschäftigen, das nach dem ersten Komplettupdate einfach den Dienst quittiert. System Update ignoriert nämlich die zwingend erforderliche Reihenfolge: W-LAN-Treiber, Power Management Treiber, Hotkey Features und dann erst Access Connections. Wenn da irgendetwas durcheinander kommt: Viel Spaß. :D
Auf jeden Fall läuft die Geschichte jetzt irgendwie… meinen Bootloader muss ich noch einmal zurechtbasteln, die Festplatte muss noch verschlüsselt werden und zu allem Überfluss kommt Linux nun in irgendeine Virtual Machine – schließlich möchte ich das primär als Experimentierplattform haben und für alle tollen Tools, die es für Windows nicht gibt. Schaumermal.
[ Delicious ]